Pisa Studie 2025 – unsere Antworten

Was PISA 2025 zeigt – und wie unser Konzept schon heute darauf antwortet

Die im September 2026 veröffentlichte PISA-2025-Zusammenfassung des Zentrums für internationale Bildungsvergleichsstudien (ZIB) zeichnet für Deutschland ein ernüchterndes Bild: Die Kompetenzen 15-Jähriger in Naturwissenschaften, Lesen und Mathematik liegen so niedrig wie nie zuvor seit Beginn der Erhebungen. Ein wachsender Anteil der Jugendlichen erreicht keine ausreichenden Basiskompetenzen, während gleichzeitig immer weniger Schüler*innen die höchsten Kompetenzstufen erreichen. Besonders deutlich zeigt die Studie: Der Schulerfolg hängt in Deutschland so eng mit der sozialen Herkunft zusammen wie noch nie zuvor seit dem Jahr 2000.

Diese Befunde sind kein abstrakter Befund für uns. Sie beschreiben genau die Herausforderungen, an denen wir mit unserem pädagogischen Konzept arbeiten. Im Folgenden ordnen wir die zentralen Ergebnisse der Studie unseren bestehenden Bausteinen zu.

1. Gemeinsam lernen statt früh trennen

PISA 2025 zeigt einen der größten je gemessenen Kompetenzunterschiede zwischen Schüler*innen aus sozioökonomisch benachteiligten und privilegierten Familien. Gleichzeitig erreichen Gymnasiast*innen in allen drei Kompetenzbereichen deutlich höhere Werte als Schüler*innen an nicht-gymnasialen Schularten.

Unsere Antwort:

Als Gemeinschaftsschule begleiten wir Kinder von der 1. Klasse (sowie in der KitaEins ab dem 1. Lebensjahr) bis zum Abitur in einem gemeinsamen System, ohne die frühe Aufteilung nach Schularten, die laut Studie mit besonders großen Leistungsunterschieden einhergeht. Unterschiedliche Lerntempi und Lernwege werden bei uns innerhalb der Lerngruppe aufgefangen und nicht durch die Trennung von Kindern.

Gleichzeitig fördern wir Basiskompetenzen und Leistungsstärken systematisch. Als MINT-freundliche Schule haben wir die Förderung von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik fest in unserem Schulprofil verankert. Ergänzend nehmen unsere Schüler*innen regelmäßig an naturwissenschaftlichen Wettbewerben teil. Mit den Vergleichsarbeiten VERA 3, VERA 8 und VERA 9 verfügen wir zudem über etablierte Instrumente zur Erfassung von Lernständen und zur gezielten Förderung.

2. Jedes Kind im Blick – durch feste Coaching-Struktur

Die Studie fordert eine verbindliche, frühzeitige Diagnostik und Förderung für alle Schüler*innen. Zugleich schätzen Jugendliche in Deutschland die konstruktive Unterstützung durch ihre Lehrkräfte im internationalen Vergleich unterdurchschnittlich ein.

Unsere Antwort:

In unserem Konzept der Offenen Lernzone und des selbstorganisierten Lernens erhält jedes Kind ein wöchentliches Einzelcoaching von 15 Minuten. Ein vierstufiges Graduierungssystem – von Neustarter*innen bis hin zu Lernprofis – macht individuelle Lernstände sichtbar und sorgt dafür, dass sowohl Kinder mit Förderbedarf als auch besonders leistungsstarke Schüler*innen gezielt unterstützt werden.

Darüber hinaus führt unsere Berufsorientierung ab Klasse 9 regelmäßige Perspektivgespräche mit allen Schüler*innen. Dabei werden individuelle Interessen, Stärken sowie mögliche Bildungs- und Berufswege besprochen. So behalten wir jedes Kind nicht nur im Fachunterricht, sondern auch in seiner persönlichen Entwicklung und Zukunftsplanung im Blick.

3. Digitale Medien mit Struktur statt mit bloßer Häufigkeit

PISA 2025 untersucht erstmals das selbstregulierte Lernen als Teil digitaler Kompetenz und zeigt zugleich: Häufigere Nutzung digitaler Medien verbessert die Kompetenzen nur dann, wenn die Qualität des Zugangs hoch ist. Ohne diese Qualität bringt mehr Bildschirmzeit keinen Vorteil.

Unsere Antwort:

In der Offenen Lernzone arbeitet jedes Kind mit iPads auf einer strukturierten Lernplattform, eingebettet in ein klar gerahmtes Inputband und einen individuellen Wochenplan für selbstorganisiertes Lernen. EtageEins unterstützt dieses selbstständige und offene Lernen digital.

Medienbildung läuft bei uns in der KitaEins sowie in der SchuleEins von der 1. Klasse bis zum Abitur. Sie beginnt mit dem Computer-, Internet-, Smartphone- und Social-Media-Führerschein und setzt sich in IT und Informatik fort. Inhaltlich stehen Datenschutz, der Umgang mit Fake News, der digitale Fußabdruck, Urheberrecht, Deepfakes und Künstliche Intelligenz im Mittelpunkt.

In den Lernwerkstätten arbeiten die Kinder praktisch mit Robotik, 3D-Druck, Film und Fotografie sowie Virtual-Reality-Anwendungen. Hinzu kommt unsere schülereigene Zeitung MagazinEins. Schulische Geräte und mobile Klassenzimmer stellen sicher, dass alle Kinder unabhängig von der Ausstattung im Elternhaus Zugang zu digitalen Medien haben. Das Kollegium wird über die Fobizz-Schullizenz kontinuierlich fortgebildet.

Digitalisierung ist bei uns kein Selbstzweck, sondern dient der Förderung von Selbstständigkeit, Medienkompetenz und Chancengerechtigkeit.

4. Zugehörigkeit als Grundlage für Lernen

Auch wenn sich die meisten Jugendlichen ihrer Schule zugehörig fühlen, berichtet ein relevanter Teil von Bullyingerfahrungen. Kinder aus sozial benachteiligten Familien sind davon etwas häufiger betroffen. Die Studie empfiehlt deshalb, Schule stärker als ganzheitlichen Lebens- und Entwicklungsraum zu gestalten.

Unsere Antwort:

Feste Elemente wie Social Learning und Klassenzeit sichern den sozialen Zusammenhalt innerhalb der Lerngruppen, auch wenn Jahrgänge zeitweise in unterschiedlichen Lernformaten arbeiten. Der Klassenverband bleibt dabei durchgehend Bezugspunkt und soziale Heimat.

Zusätzlich stehen unseren Schüler*innen Schulsozialarbeiter*innen als verlässliche Ansprechpartner*innen zur Verfügung. Sie begleiten Kinder und Jugendliche bei persönlichen, sozialen und schulischen Herausforderungen und leisten einen wichtigen Beitrag zur individuellen Unterstützung.

Ein weiterer wichtiger Baustein ist unser Demokratie-System. In der Klassenorganisationsstunde werden Anliegen innerhalb der Klassen besprochen. Klassensprecher*innen vertreten die Interessen ihrer Lerngruppen, während die Schulsprecher*innen durch Erwachsene begleitet werden. Dadurch erleben Schüler*innen Mitbestimmung nicht nur als Unterrichtsthema, sondern als gelebten Bestandteil des Schulalltags.

5. Ganztag als pädagogischer Raum, nicht nur als Betreuung

PISA 2025 empfiehlt ausdrücklich, Ganztagsschulen gezielt pädagogisch zu nutzen, statt sie auf reine Betreuungszeit zu beschränken.

Unsere Antwort:

Unser Ganztagskonzept mit eigenem Hort- und Sozialbereich – dem Sozialen Leben – versteht die Zeit nach dem Fachunterricht als festen Bestandteil des Schultags mit eigenen pädagogischen Angeboten und Verantwortlichkeiten.

Dabei richtet sich unser Ganztag ausdrücklich an alle Altersgruppen. Neben Angeboten für jüngere Kinder gibt es auch für ältere Schüler*innen Möglichkeiten zur eigenständigen Gestaltung, zur Verantwortungsübernahme, zur Projektarbeit und zur persönlichen Weiterentwicklung. Der Ganztag wird damit als pädagogischer Lern- und Lebensraum verstanden und nicht ausschließlich als Betreuungsangebot.

Was das für uns bedeutet

Wir haben keine eigene, mit PISA vergleichbare Vergleichsstudie zu unserer Schule. Das wäre vermessen zu behaupten. Was wir jedoch zeigen können: Unser Konzept setzt bereits heute an vielen der Stellschrauben an, die die aktuelle PISA-Studie als zentrale Hebel für bessere Bildungschancen benennt.


PISA 2025: Darauf antwortet unsere Schule bereits heute

 Gemeinsam lernen statt früh trennen

  • Gemeinschaftsschule von Klasse 1 bis zum Abitur
  • KitaEins mit demselben Konzept angepasst an die Altersgruppe ab dem 1. Lebensjahr
  • Individuelle Lernwege innerhalb der Lerngruppe
  • Keine frühe Aufteilung nach Schularten
  • Ausgezeichnet als MINT-freundliche Schule
  • Teilnahme an naturwissenschaftlichen Wettbewerben
  • Lernstandsdiagnosen durch VERA 3, VERA 8 und VERA 9

 Jedes Kind im Blick

  • Wöchentliches persönliches Coaching
  • Individuelle Lernziele und Lernbegleitung
  • Vierstufiges Graduierungssystem für passgenaue Förderung
  • Perspektivgespräche ab Klasse 9 zur Berufs- und Studienorientierung
  • Fokus auf Stärken, Interessen und Zukunftsplanung

 Digitale Bildung mit Konzept

  • iPads und digitale Lernplattformen im Schulalltag
  • Selbstorganisiertes Lernen mit Wochenplänen
  • Medienbildung von Klasse 1 bis 13
  • Themen wie Datenschutz, KI, Deepfakes und Fake News
  • Robotik, 3D-Druck, Film, Foto und VR in den Lernwerkstätten
  • Mobile Klassenzimmer für gleiche Chancen für alle

 Schule als Lebens- und Entwicklungsraum

  • Social Learning und Klassenzeit stärken den Zusammenhalt
  • Schulsozialarbeit als verlässliche Unterstützung
  • Demokratiebildung im Schulalltag
  • Klassenorganisationsstunden
  • Klassen- und Schulsprecherarbeit mit echter Mitgestaltung

       Ganztag mit Mehrwert

  • Ganztag als pädagogischer Lebensraum
  • Vielfältige Angebote im Sozialen Leben
  • Eigenständige Angebote auch für ältere Schülerinnen und Schüler
  • Raum für Projekte, Verantwortung und persönliche Entwicklung

Unser Ziel

  • Chancengerechtigkeit stärken
  • Basiskompetenzen sichern
  • Talente fördern
  • Selbstständigkeit entwickeln
  • Medienkompetenz aufbauen
  • Jedes Kind individuell begleiten

Kurz gesagt: Viele der Herausforderungen, die PISA 2025 beschreibt, sind genau die Themen, an denen wir bereits heute arbeiten: individuelle Förderung, MINT-Bildung, digitale Kompetenzen, soziale Unterstützung, Mitbestimmung und gemeinsames Lernen von Klasse 1 bis 13.

Dazu gehören:

  • individuelle Förderung durch Coaching und Perspektivgespräche,
  • die gezielte Stärkung von Basiskompetenzen und MINT-Bildung,
  • der strukturierte Einsatz digitaler Medien,
  • soziale Unterstützung durch Schulsozialarbeit,
  • demokratische Mitbestimmung,
  • ein pädagogisch verstandener Ganztag,
  • sowie ein Schulsystem, das Kinder nicht früh nach Schularten trennt.

Diese Bausteine entwickeln wir kontinuierlich weiter und laden Eltern, Kooperationspartner und Interessierte ein, sich selbst ein Bild von unserer Arbeit zu machen.

Quelle: PISA 2025 – Zusammenfassung, Zentrum für internationale Bildungsvergleichsstudien (ZIB) e.V. / Technische Universität München, Sonderausgabe 09/2026.